HANWAG Alpine Experience 2017 🏔

Zugspitze im September

Zugspitze im September

Zugspitze 🏔 im September: Blick von der Wiener NeustĂ€dter HĂŒtte zum Gipfel

Es ist 11:15 Uhr als meine Tram aus Körle (Hessen) Richtung Zugspitze startet. Ziel der Tour ist die Zugspitze ĂŒber das HöllentalI und den Höllentalferner zu besteigen. Sie komplette Anreise habe ich mit dem Zug geplant. Mein ICE 1223 startet um 11:58h pĂŒnktlich in Kassel, mit dem Ziel MĂŒnchen Hauptbahnhof. Hier muss ich noch einmal in die Regionalbahn nach Garmisch-Partenkirchen umsteigen, wo schlussendlich ein Taxi oder eine Busfahrt mich in das Hotel EIbsee bringt - je nach Reise werde ich den Komfort direkt vor Ort entscheiden.‹

Zwischen 16:00 Uhr und 18:00 Uhr treffe ich noch weitere Abendteurer die das Selbe wir ich vor haben. Anders wie ich wird ein Teil der Gruppe die folgenden drei Routen wÀhlen:

Veranstalter dieser Tour ist HANWAG. Wie in jeden Jahr gibt es von HANWAG die sogenannte Hanwag Alpine Experience. Im letzten Jahr gab es dazu eine Verlosung zu zwei Tickets an der ich erfolgreich teilgenommen habe. Ich hab also die HotelĂŒbernachtung am Eibsee, die gefĂŒhrte Tour mit Guide und einen paar HANGWAG Mara Combi Schuh gewonnen.

Beginn der HANWAG Alpine Experience 2017

Leichter Regen vom Nachmittag lĂ€sst die Berge und die dazugehörige Eibsee-Kulisse in eine ganze besonderen Glanz erscheinen.‹Ich geh also durch die Eingangshalle des Eibsee-Hotels mit Blick auf die wirklich charmante Beschilderung des Hanwag-Teams. Zuvor bezahlt ich aber noch meinen so eben kennengelernte Taxifahrer Franz - er hat mich vom Garmischer Bahnhof zum Hotel gebracht. „23,70€“, waren seine Wort. Ich drĂŒck ihm 25€ in die Hand und sag ihm, dass ich keine Quittung brauche.‹
Am Check-in angekommen, werde ich herzlichst von Anna-Lena und Marcel empfangen. Ein kurzes ĂŒberprĂŒfen meiner Daten und die ĂŒblichen Unterschriften bekomm ich einen kurzen Einblick in das geplante Abendprogramm. ‹‹Ich beziehe also noch fix mein Zimmer - Zimmernummer 204 mit Blick direkt auf was Wettersteingebirge und begebe mich in die Bar um die anderen Teilnehmer kennen zu lernen.

Blick aus dem Hotel: HANWAG Alpine Experience 2017

Waxenstein & Riffelspitze: Mein Blick aus dem Hotelzimmer bei der HANWAG Alpine Experience 2017

Einweisung, Kennenlernen & Material-Check

18:00 Uhr. Wir treffen uns gemeinsam im großen Saal und bekomm die Instruktionen bezĂŒglich der uns bevorstehenden Tour. Christian leitet emotional in die Tour und in den Abend ein. Er berichtet darĂŒber wie HANWAG entstanden ist und wie familiĂ€r der GrĂŒnder das Unternehmen an die FINIX Gruppe verkauft hat. Hier sind vor allem die sozialen Aspekte das höchste Gut. HANWAG hat in ihrer ProduktionsstĂ€tte ich Vierkirchen mittlerweile Mitarbeiter die mehr als 40 Jahre dort arbeiten - WoW - das ist heutzutage nicht mehr selbstverstĂ€ndlich. Nachdem Christian fertig ist, kommen die einzelnen BergfĂŒhrer zu Wort und erklĂ€ren uns die einzelnen vier Routen. Schnell stellt sich heraus, dass auf Grund der Witterungsbedingungen nicht jede Tour gelaufen werden kann. Der JubilĂ€umsgrat und die Tour durch das Höllental mĂŒssen auf Grund zu starken Wind und Schneefall ausfallen.

HANWAG Alpine Experience 2017 Einweisung

Vortrag von Mountain Elements

HANWAG Alpine Experience 2017 Einweisung

Materialschlacht

HANWAG Alpine Experience 2017 Einweisung

Hanwag Branding ;-)

➀➀➀ Text ist noch in Arbeit 😊


Der Ablauf

Sonntag, 17.September 2017
Anreise in Garmisch-Partenkirchen, Eibsee Hotel. Briefng fĂŒr alle Teilnehmer von den Mountain Guides inkl. Materialcheck. Anschließend Dinner im Hotel.
Montag, 18.September 2017
Start der Hanwag Alpine Experience, Eibsee Hotel. Aufstieg bis zur ersten HĂŒtte. Übernachtung in der HĂŒtte bzw. Biwak. Abendessen in der HĂŒtte.‹
Dienstag, 19.September 2017
Aufstieg des zweiten Teils der Route. Geplant ist um 13:00 Uhr auf dem Zugspitz-Gipfel zu stehen. Mittagessen mit allen Teilnehmern im MĂŒnchener Haus - wird sicher nen extremer Kontrast zur Tour. Erst die Einsamkeit auf der Tour und dann der totale Kommerz auf der HĂŒtte - ich bin gepannt. Anschließen geht es mit der Zugspitzbahn wieder ins Tal zurĂŒck. Am Abend gibt es dann ein Barbecue im Eibsee Hotel.
Mittwoch, 20.September 2017
FrĂŒhstĂŒck, Eibsee Hotel.‹Option 1) Shuttle zum MĂŒnchen Flughafen‹Option 2) Shuttle nach Vierkirchen um sich das Hanwag Headquarter einmal anzugucken. Ich werde dann wohl die zweiter Option wĂ€hlen ;-)

Reintal-Route

Charakter:

Der lĂ€ngste Anstieg auf die Zugspitze belohnt die Teilnehmer der HANWAG ALPINE EXPERIENCE mit vielen landschaftlichen Höhepunkten. Gleich zu Beginn fĂŒhrt der Weg durch die tief eingeschnittene Partnachklamm, ehe man auf einer breiten Forststraße ins Herz des Wettersteingebirges gefĂŒhrt wird. Umrahmt von turmhohen WĂ€nden wandert man im breiten Talboden in einer stĂ€ndig wechselnden Kulisse.

Der Anstieg durch das Reintal ist auch von weniger geĂŒbten Bergsteigern zu machen, vorausgesetzt sie bringen die nötige Kondition mit. Übernachtet wird nach dem ersten Abschnitt auf der traumhaft gelegenen ReintalangerhĂŒtte.

Der zweite Zugspitz-Tag ist deutlich anstrengender als der erste, denn nach 600 Höhenmetern am ersten Tag sind diesmal stolze 1600 Höhenmeter zu bewĂ€ltigen. Der flache Auftakt durch den grĂŒnen Boden des Reintalanger ist nur kurz, ideal zum Warmlaufen, danach geht es konstant bergauf. Immer felsiger wird die Vegetation. Über die leicht gewellte HochflĂ€che des Zugspitzplatts geht es auf einer alten MorĂ€ne weiter bergauf. Schon bald rĂŒckt der Zugspitzgipfel ins Blickfeld, nun folgt der anstrengendste Bereich! Der Steilaufschwung vom Schneeferner hinauf zum Gipfel ist auf den ersten Metern ein mĂŒhsamer Abschnitt ĂŒber ein Schuttfeld bevor der Untergrund felsiger wird. In teilweise gesicherten Kurven, gelangt man so zum höchsten Punkt und wird mit einer sagenhaften Aussicht belohnt.

Höllental-Route

Charakter:

Der Weg durch das Höllental ist eine abwechslungsreiche und sehr beeindruckende Route fĂŒr eine Besteigung der Zugspitze.

Auf die rauschende Klamm zu Beginn folgen spannende und herausfordernde Passagen auf den Klettersteigen, die durch schroffe WĂ€nde empor in Richtung Gipfel fĂŒhren. Und auch die Begehung des im SpĂ€tsommer oft Blankeis aufweisenden Höllentalferners unterstreicht die schöne Wildheit dieses Anstiegs. Zur Belohnung prĂ€sentiert sich der Zugspitzgipfel mit einer Aussicht, die Ihresgleichen sucht!

Hervorzuheben ist die Einsamkeit des Anstiegs speziell im Jahr 2014. Denn die HöllentalangerhĂŒtte, das eigentliche Standardquartier auf dieser Route wurde umgebaut und stand damit nicht zur VerfĂŒgung. In diesem Jahr steht sie selbstverstĂ€ndlich in "neuem" Glanz - darĂŒber lĂ€sst sich steiten - zur VerfĂŒgung.

JubilÀumsgrad

Charakter:

Der JubilĂ€umsgrat gehört zu den spektakulĂ€rsten GratĂŒberschreitungen der Ostalpen – ist aber, und das sei gleich vorweggenommen, kein reiner Klettersteig. Die ĂŒber fĂŒnf Kilometer lange GratĂŒberschreitung, die sich vom Gipfel der Alpspitze bis zum Gipfel der Zugspitze zieht, ist eine anspruchsvolle Tour! Ein stĂ€ndiges Auf und Ab prĂ€gt diese Route und steht man auf einem der Gratgipfel, so tut sich schon gleich das nĂ€chste zackige Hindernis auf. Dank der Übernachtung auf der Biwakschachtel kann man sich zeit lassen und muss nicht unter Zeitdruck die Tour absolvieren.

Die Tour starten mit der Alpspitz–Seilbahn und steigt ĂŒber die Alpspitz–Ferrata, einem teilweise ausgesetzten Klettersteig, bis zum Gipfel der Alpspitze auf 2628m.

Anfangs geht es nun in leichter Kletterei, teilweise im GehgelĂ€nde in die Grieskar-Scharte. Der Teil des JubilĂ€umsgrates bis zur Biwakschachtel hinter der Äußeren Höllentalspitze ist technisch schwieriger als der Vorhergehende, dafĂŒr jedoch auch gut versichert. Drahtseilpassagen wechseln mit leichter, freier Kletterei.

Stopselzieher

Charakter:

Gestartet wird mit der Eibsee–Seilbahn und man beginnen mit dem Anstieg zur Wiener-NeustĂ€dter-HĂŒtte. Erst geht es durch einen idyllischen Wald bevor man im oberen Teil ĂŒber ein Schotterfeld ansteigen und weiter ĂŒber felsiges GelĂ€nde zur HĂŒtte gelangen. Dort kann man den Nachmittag genießen und in Ruhe auf den nĂ€chsten Tag vorbereiten.

GemĂŒtlich startet der Anstieg zur Zugspitze. Ein kurzer Zustieg bringt uns in den mit Klammern und Drahtseil versicherten Klettersteig. Nach dem ersten Aufschwung erreichen man eine Art Kamin in der Felswand, den „Stopselzieher“. Hier turnt man an StahlstĂ€ben und Drahtseilen empor. In der Folge wechseln sich kurze Drahtseilpassagen mit leichtem GehgelĂ€nde ab, bis man nach dieser spektakulĂ€ren Kletterei den Gipfel der Zugspitze erreichen.